Chronische Erkrankungen

Sind Krankheiten über einen langen Zeitraum hinweg präsent, schreiten nur langsam fort und dabei nur schwer heilbar, spricht man von einer chronischen Erkrankung. Offiziell gibt es unterschiedliche Definitionen dazu, wie lange eine Krankheit anhalten muss, damit sie als chronisch eingestuft wird. Chronische Krankheiten können sowohl genetisch bedingt als auch durch äußere Einflüsse verursacht werden. Bestimmte Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, zu wenig Bewegung und schlechte Ernährung begünstigen die Ausbildung chronischer Krankheiten. Zu den häufigsten Krankheiten zählen Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Multiple Sklerose, Rheuma und Epilepsie. Auch Diabetes sowie Autoimmun- oder Atemwegserkrankungen werden als chronisch eingestuft.
“Chronische Erkrankungen gehen oft mit einem Schuldgefühl einher.”
Betroffene mit chronischen Krankheiten benötigen regelmäßige medizinische Versorgung, teils ihr ganzes Leben lang. Wie die Behandlung im Detail ausschaut, richtet sich nach Patient, Erkrankung sowie Krankheitsverlauf. Da chronische Krankheiten auch durch äußere Auslöser verursacht werden können, kann ein gesunder Lebensstil vorbeugend helfen. Die Vermeidung von Risikofaktoren kann die positive Entwicklung einer chronischen Krankheit begünstigen. Regelmäßige Gesundheitschecks helfen dabei, frühzeitige Diagnosen zu erhalten und so eine rechtzeitige Behandlung zu ermöglichen.
Auch psychische Erkrankungen können chronisch sein. Chronische Krankheiten sind aber auch immer wieder verantwortlich für psychische Belastungen, da die Betroffenen unter einer anhaltenden starken Belastung leiden (Schmerzen, Einschränkungen) und sich auf ein neues Leben mit der Erkrankung einstellen müssen. Oft verursacht das Gefühl, anderen zur Last zu fallen oder eine verkürzte Lebenserwartung, gleichzeitig auch Schuldgefühle. Gemeinsam können wir daran arbeiten, einen guten Umgang mit diesen Belastungen zu finden und den Blick auf die schönen Dinge des Lebens wiederzuentdecken.

