Systemische Grundgedanken

Aus meiner Sicht stellen die Systemische Therapie sowie das Systemische Business-Coaching ein ganzheitliches Handlungskonzept im Rahmen der Psychotherapien und der Persönlichkeits-entwicklung dar. Hierbei wird der Klient, im Vergleich zu anderen Konzepten, als einzelne Person wahrgenommen, gleichzeitig aber auch als Mitwirker in seinen sozialen Kontexten. Die Systemische Therapie und das Systemische Coaching unterscheiden sich hierbei nicht in seiner Denkweise, sondern in der zielführenden Methodik.
Ziel der Therapie ist es zunächst, Lösungen für Probleme im eigenen System durch psychologische Beratung zu erfahren. Kerngedanke der Systemischen Therapie ist die Annahme, dass der Schlüssel zum Verständnis und zur Veränderung von Problemsituationen nicht ausschließlich in der zu behandelnden Person allein liegt. Vielmehr zeigt sich das Problem in einem sozialen Zusammenhang. So kann die Systemische Therapie zum Beispiel den Klienten und seine Familie auch im Rahmen einer Familientherapie behandeln. Es gilt hierbei herauszufinden, welche Funktion das psychische Symptom im System hat. Psychische Belastungen werden als dysfunktionale Problemlösung verstanden, wobei der Klient häufig als Symptomträger die „Belastung des Systems" repräsentiert. Durch die Therapie soll der Betroffene Unterstützung erfahren, wie er in und mit seinem System eine funktionale Lösung finden kann. Die Sitzungen bei dieser Methode der Psychotherapie finden daher auch häufig, jedoch nicht zwingend, im Kontext der Familie statt.
“Selbstwert stärken, Handlungsspielraum schaffen und Beziehungen verbessern”
Die Systemische Therapie richtet sich an alle Menschen, die in einen sozialen Kontext eingebunden sind und in diesem mit Problemen oder Konflikten zu kämpfen haben. Die Systemische Therapie bietet zusätzlich einen Beratungsbereich und Lösungen bei Generations-, Ablösungs-, Entscheidungs- oder Trennungsproblemen. Sie ist zusätzlich besonders sinnvoll für das Auflösen von Paar- oder Familienkonflikten.
Das Systemische Business-Coaching kann hilfreich bei der Zielsetzung sowie Zielerreichung im persönlichen und beruflichen Kontext des Klienten sein. Die Durchführung systemischer Sitzungen hat dabei einen vielfältigen Charakter. Meine Systemischen Sitzungen dauern in der Regel 90 Minuten. Dabei findet das Coaching oder die Therapie in Zeitabständen von ein bis vier Wochen statt. Die Systemische Arbeit ist gesprächs- und verhaltensorientiert. Sie wird in Einzel-, Paar- oder Gruppensitzungen sowie im Rahmen der Familientherapie durchgeführt. Ich begegne dabei dem Klienten und seinem System sehr wertschätzend, empathisch und authentisch. Die Rolle des Systemischen Therapeuten oder Coaches kann je nach Auftrag oder System variieren: So kann er beispielsweise die Haltung eines Experten, die Rolle eines Partners oder die eines allparteilichen Vermittlers einnehmen.
Gerne gebe ich an dieser Stelle auch einen kleinen Einblick in meine systemische Arbeitsweise. Während der Sitzungen stelle ich sogenannte zirkuläre Fragen, mit denen die beteiligten Menschen herausfinden können, welchen Nutzen ein psychisches Symptom oder eine erlebte Hürde im (Berufs-) Alltag haben könnte. Durch teilweise humorvolle, konfrontative oder paradoxe Interventionen ermögliche ich Aha-Effekte und Veränderungen im System. Die Systemische Arbeit nutzt oft metaphorischen Techniken. So kann zum Beispiel eine Familien- oder Teamaufstellung visualisiert werden. Hierbei werden Gruppenmitglieder von einer Person im Raum oder mit Holzfiguren auf einem Tisch aufgestellt, um Beziehungen der einzelnen Komponenten im System zu verdeutlichen. Im Coaching werden konkrete Ziele vereinbart und lösungsorientiert Schritte zum Ziel erarbeitet. Mein grundsätzliches Ziel der Systemischen Arbeit ist die Stärkung des Selbstwerts und die Erhöhung des erlebten Handlungsspielraums der einzelnen Person beziehungsweise des einzelnen Mitglieds eines Systems. Zusätzlich kann dadurch der Zusammenhalt des Systems gefestigt und gleichzeitig auch seine Kommunikation verbessert werden.

