Denkstörungen

Zeigen sich in Gesprächen im Alltag regelmäßig Wortfindungsstörungen, ein "am Thema vorbeireden", eingeengtes Denken, umständliches Denken oder gehemmtes Denken, so spricht man von Denkstörungen. Sie sind Beeinträchtigungen des Denkens, welche sich sowohl auf Denkinhalte als auch auf Denkabläufe beziehen. Daher werden sie grundsätzlich in inhaltliche sowie formale Denkstörungen unterteilt.
“medizinische Abklärung und Blick auf das Mindset”
Formale Denkstörungen sind Störungen im Prozess der Gedanken. Beispielsweise denkt der Betroffene verlangsamt oder wiederholt häufiger die selben Gedanken. Dazu zählen auch Neuerfindungen von Wörtern, das Verlieren von Gedanken, oder das Ignorieren von Fragen des Gegenübers. Sie treten häufig bei affektiven Störungen auf.
Inhaltliche Denkstörungen äußern sich weniger beim Sprechen selbst, sondern beziehen sich mehr auf die Themen, die der Mensch gedanklich verarbeitet. Beispiele hierzu können Wahnvorstellungen oder Angstgedanken sein. Sie sind eher als typische Symptome im Rahmen von Depressionen, Zwangserkrankungen, Angststörungen, Belastungsstörungen und Schizophrenien anzusehen. Auch Stress kann vorübergehend dazu führen, dass das Denken gestört wird. Im Rahmen psychischer Erkrankungen geht es dabei häufig um Gedankengänge mit übertriebenen, stark abweichenden, falschen oder gar irren Vorstellungen. Dabei kann sowohl der Betroffene selbst als auch seine Mitmenschen diese Gedanken als unsinnig empfinden.
Denkstörungen können aber auch auf körperliche Ursachen zurückgehen, z.B.& auf einen Hirntumor, eine Gehirnerschütterung oder einen Schlaganfall.
Eine medizinische Abklärung sollte im Vorfeld unserer Zusammenarbeit stattfinden, um somatische Ursachen abzuklären, da auch ernste körperliche Erkrankungen Hauptauslöser sein können.
Denkstörungen sind zunächst lediglich als Symptome anzusehen und keine eigene Krankheit. Die Therapie hängt somit von der Grunderkrankung ab und kann nicht verallgemeinert werden. Zeigen sich die Denkstörungen im Rahmen einer psychischen Belastung, kann ich Ihnen im Rahmen einer systemischen Psychotherapie Unterstützung anbieten. Hierbei wird individuell auf ihre Belastung eingegangen und ein Therapieplan ausgearbeitet. So kommen Sie in eine neue Stabilität und Kraft.

