Schlafstörungen

Eine Schlafstörung liegt vor, wenn eine Ein- oder Durchschlafstörung bzw. eine Tagesschläfrigkeit die Betroffenen belastet. In Deutschland leiden ca. 20% aller Erwachsenen unter Schlaflosigkeit, welche auf einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung basiert. Schlaf ist ein essentieller Bestandteil für die Erholung von Körper und Geist. Während der nächtlichen Regenerationsphase erneuern sich die Zellen, der Stoffwechsel wird reguliert und das Immunsystem gestärkt. Während wir schlafen, ist die Informationsverarbeitung aktiv. Diese ist für die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit von größerer Bedeutung. Grundsätzlich gelten sieben bis acht Stunden Schlaf als gesund.
“(Ein-)Schlafrhythmusstörungen körperlich bedingt oder in Gedanken gefangen”
Die häufigste Art der Schlafstörung ist die Insomnie (Ein- oder Durchschlafstörung). Eine weitere Art der Schlafstörung können schlafbezogene Atmungsstörungen sein. Eine Belastung für die Betroffenen ist es auch, wenn der Tag-Nacht-Rhythmus gestört ist, wodurch Betroffene nachts nicht schlafen können und tagsüber eine große Müdigkeit empfinden. Solche Schlafrhythmusstörungen können durch einen Jetlag oder durch Schichtarbeit verursacht werden. Leiden die Betroffenen an Parasomnie, erwachen diese im Schlaf, z.B. beim Schlafwandeln oder nächtlichen Albträumen.
Durchleben Betroffene eine Depression oder befinden sich diese in der ersten Phase eines Burnout-Syndroms, leiden diese oftmals an einer Ein- und Durchschlafstörung. Auch eine Erkrankung an Demenz kann das Schlafverhalten verändern. Sehr unterschiedliche Krankheitsbilder, wie z.B. neurologische Erkrankungen, Multiple Sklerose, Parkinson, Epilepsien, Asthma und Rheuma können einen gesunden Schlaf unterbrechen. Ein weiterer wichtiger Faktor, welcher den Schlaf bedingt, ist die Schlafumgebung. Schlechte Lärm-, Licht- und Temperaturverhältnisse können zur Schlaflosigkeit beitragen. Sind die Betroffenen hohem Stress oder Ängsten ausgesetzt, kann dies ebenfalls zu Schlafstörungen führen. Eine verbreitete Ursache ist immer häufiger, dass Schlaf nicht geschätzt wird. Hobbys oder die Chats auf dem Smartphone werden einem gesunden Schlaf häufig vorgezogen. Besonders Tablets, Monitore und Fernseher sind ein Problem, da sie durch den Blaulicht-Anteil der Bildschirme die Produktion des Schlafbotenstoffs Melatonin unterdrückt und eine Schlafstörung gefördert wird. Kalorienreiche Mahlzeiten und Getränke wie Alkohol sowie Kaffee sollten ca. drei Stunden vor dem Zubettgehen nicht mehr zu sich genommen werden.
Grundsätzlich gilt für alle körperlichen Symptome, wie auch der Schlafstörung, dass diese zuerst von einem Arzt abgeklärt werden sollten. Im Rahmen meiner Therapie können wir ihren aktuellen Lebensstil auf Ernährungs- und Schlafgewohnheiten hin überprüfen. Stressauslöser und damit verbundene Handlungsmuster werden wir gemeinsam entdecken und verändern. So kann sich das Schlafverhalten verbessern und Sie starten wieder kraftvoller in den Alltag.

