Selbstmordgedanken

Haben Sie akute Selbstmordgedanken?
Dann kontaktieren Sie bitte umgehend die folgende kostenfreie Nummer: 0800 111 0 111.
Unter dieser Nummer stehen Ihnen rund um die Uhr Berater zur Verfügung, die Ihnen schnell und anonym einen Ausweg aus dieser schwierigen Situation aufzeigen können.
Eine selbst ausgeführte Handlung zur Beendigung des eigenen Lebens wird als Suizid (lat. Selbsttötung) beschrieben. Suizidgedanken überkommen im Laufe ihres Lebens viele Menschen. Werden Menschen in ihrem Alltag damit von anderen konfrontiert, erzeugt dies häufig ein Gefühl der Verwirrung und großer Sorge. Der Suizidgedanke entsteht jedoch deshalb bei so vielen Menschen, da diese in ihrem anhaltenden Leidensdruck keinen Handlungsspielraum mehr sehen und spüren. Es entsteht dann ein starkes Gefühl, diesen Zustand irgendwie beenden zu wollen. Die Betroffenen haben meist nicht den Wunsch zu sterben, sondern sehen sie aus ihrer Perspektive keinen anderen Ausweg, um Entlastung zu erfahren.
“Hilfe anbieten und professionelle Unterstützung einschalten”
Sprechen Sie als Angehöriger oder Freund mögliche Suizidgedanken offen und taktvoll an. Damit mindern sie bereits das Belastungsempfinden suizidgefährdeter Menschen. Bis die Betroffenen in fachärztlicher Behandlung sind, sollten sie ihre Hilfe anbieten. Sind bereits Selbstmordgedanken vorhanden, ist es Zeit, dass professionelle Hilfe hinzugezogen wird. Wollen sich Betroffene jedoch nicht helfen lassen, ist gegebenenfalls an eine Zwangseinweisung in eine Klinik zu denken.
Die Auslöser für Selbstmordgedanken sind häufig vielseitig und es spielen nicht nur genetische Ursachen, die persönliche Entwicklung eines Menschen, das soziale Umfeld oder belastende Lebensereignisse eine Rolle, sondern auch psychische Grunderkrankungen, wie z.B. eine Depression. Droht ein suizidgefährdeter Mensch seine Selbsttötung an, kann dies ein alarmierendes Zeichen für einen tatsächlichen Selbstmord sein. Entgegen aller Vorurteile ist es erfahrungsgemäß nicht so, dass Menschen, die über ihre Selbstmordgedanken sprechen, diesen nicht auch umsetzen. Findet die Hoffnungslosigkeit in Äußerungen wie z.B. "es hat doch alles keinen Sinn mehr" oder "irgendwann ist auch mal Schluss" ihren Ausdruck, kann dies ein weiteres Warnsignal sein. Auch wenn die Betroffenen plötzlich anfangen, ihre Angelegenheiten zu ordnen, sich verabschieden, ein Testament aufsetzen oder wichtige Wertgegenstände verschenken, können dies ebenfalls alarmierende Signale für konkrete Suizidabsichten sein. Sind die Betroffenen fest zum Suizid entschlossen, wirken sie häufig ruhiger und gefestigter als zuvor. Dies kann dann dazu führen, dass Angehörige davon ausgehen, dass die Situation sich verbessert.
Sind Ihre Suizidgedanken noch nicht gefestigt, verspüren jedoch bereits ein Gefühl des fehlenden Handlungsspielraums und der Ausweglosigkeit, dann kann ich Ihnen im Rahmen einer Therapie helfen, neue Perspektiven zu erarbeiten und spürbaren Handlungsspielraum zu schaffen. Auslöser ihrer Situation werden identifiziert und Lösungsmöglichkeiten gemeinsam erarbeitet.

